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Aktuelles

Aktuelles von der Hönnetalbahn und dem Bahngeschehen im Sauerland

TUZ kommt

Der so genannte Technisch unterstützte Zugleitbetrieb soll bald auch ins Hönnetal kommen. Noch 2012 soll der bisher nur vom Fahrdienstleiter Menden oder Horlecke mündlich mit den Triebfahrzeugführern geregelte Verkehr auf der Hönnetalbahn durch den Einbau technischer Sicherungen sicherer werden. So wird die Fahrerlaubnis von Binolen nach Balve nicht mehr mündlich erteilt, sondern auch durch Freischalten eines  Magneten am Gleis. Ohne diese Freischaltung erhält der Zug eine Zwangsbremsung. So kann unerlaubtes Weiterfahren vor einer Zugkreuzung verhindert werden.

Gleisabbau in Hemer angelaufen

Seit dem 27. Januar 2012 läuft der Abbau der Gleise im Bahnhof Hemer bis zur Stefanstraße, der in ca. 2 Wochen abgeschlossen sein soll. Das Gelände wird zum Bau eines Elektromarktes verwendet, wozu ein Bebauungssplan geändert werden muss. Drei Weichen gehen ins Eigentum der Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen über. Die noch vorhandene mechanische Schrankenanlage wird in das Eigentum der Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. übergehen. Der Ausbau wird aber noch etwas auf sich warten lassen.

628-er bleiben noch

Entgegen der ursprünglichen Planungen wird die Baureihe 628 noch länger auf der Hönnetalbahn fahren. Vsl. erst zum Sommer sollen die VT 648 ins Hönnetal zurück kehren. Nach dem Fahrplanwechsel waren zumindest VT 640 wieder mit im Einsatz. Die 628 springen für die in der Hauptuntersuchung befindlichen VT 648 ein.

Abriss auf dem Mendenener Bahnhofsgelände läuft

Teile des Mendener Bahnhofsgelände sind kurz vor Weihnachten nur noch Geschichte. Seit dem 20.12.2011 laufen die Arbeiten zum Abriss der Gebäude auf dem Gelände des ehem. Güterbahnhofs in Menden. Als erstes fiel die verfallene ehem. Signalmeisterei bzw. ehem. Vereinsheim der Eisenbahnfreunde Hönnetal und die daran anschließenden ehem. Aufenthaltsräume für die Rangierer.

Am 13. Januar waren alle Nebengebäude einschl. des  Expressgut-Anbaus am Empfangsgebäude abgerissen. Gleichzeitig wurden die restlichen Eternitplatten vom Empfangsgebäude entfernt, so dass das Fachwerk zu sehen ist. Wie weiter verfahren wird, soll eine Untersuchung des Gebäudes zeigen. Geplant ist, den älteren Gebäudeteil von 1872 zu erhalten.

Kurzfristige Streckensperrung wegen Abrissarbeiten

Die Züge auf der Strecke Unna - Fröndenberg werden wegen Einsturzgefahr einer Straßenbrücke in Kessebüren  zwischen Unna und Fröndenberg in beiden Richtungen von Montag, 19.12. bis einschließlich Mittwoch, 21.12.2011 durch Busse im Schienenersatzverkehr ersetzt. Es handelt sich um die hier abgebildete Brücke, die schon zum Aufnahmezeitpunkt im März 1996, als 634 610 hier verkehrte, nicht mehr sonderlich gepflegt wirkte...

 

1. Spatenstich für neuen Bf. Menden

Am 16.12.2011 wurde endlich der erste Spatenstich bzw. Baggereinsatz am Bahnhof Menden gefeiert. Nach mehr als 13 Jahren Streit, ist nun sichtbare Bewegung um die zur Ruine verfallene Bahnhofsanlage in Menden gekommen. Die Mendener Bürger atmen auf, denn das verfallene Empfangsgebäude und das vernachlässigte Umfeld haben sich in den letzten Jahren immer mehr zum Synonym für unterlassene Investitionen an Bahnimmobilien entwickelt. Indes geriet die Diskussion um die mögliche Neubebauung auf eine z.T. unfaire und unsachliche Schiene. Jetzt wurde mit der List & Wilbers GmbH aus Nordhorn ein Investor mit akzeptablen Konzept gefunden. Auch jetzt wird es ein Einkaufszentrum geben - aber planerisch in einer Form, die von allen getragen werden kann. Bahnreisende können sich auf einen verbesserten Bahnsteigzugang freuen, der ebenerdig (mit beschrankten Bahnübergang) erfolgen wird.

Bereits vor dem Festakt wurde damit begonnen, die verfallenen Eternitplatten (Asbest) vom der Fassade zu entfernen. Der Abriss eines Teils des Empfangsgebäudes und der Nebengebäude einschl. dem ehem. Güterschuppen ist ca. ab Februar vorgesehen.

Abriss Bf. Hemer genehmigt

Der Abbau der Gleise des Bahnhof Hemers kann beginnen. Die Bezirksregierung in Arnsberg hat den Rückbau der Gleise auf dem Bahnhofsgelände zum Bau eines Elektromarktes genehmigt, nicht jedoch den Rückbau der Strecke bis Menden. Hier will man die Ergebnisse eines Gutachtens hinsichtlich einer möglichen Reaktivierung abwarten.

Horlecke vor dem Ende?

Folgt man jüngsten Planungen, wird der Bf. Horlecke im Laufe des nächsten Jahres in eine unbesetzte Anschlussausweichstelle (Awanst) umgewandelt. Es bedarf nur wenig Fantasie, was es betrieblich bedeutet, wenn ein langer Güterzug vor der Einfahrweiche halten muss, damit die Einfahrweichen von Hand aufgeschlossen und gestellt werden können. Auch bei der Ausfahrt nach Menden ist mit erheblichen zeitlichen Verzögerungen zu rechnen, wenn der begleitende Rangierer die Weichen wieder in Grundstellung bringen und dann am Zug entlang zu seiner Lokomotive laufen muss.

Hönnetalbahn erhält technische Sicherung

Die DB beabsichtigt das bisherige Zugleitverfahren durch zusätzliche technische Sicherungen zu verbessern. Durch den Einbau neuer Technik soll ein unbeabsichtigtes und unerlaubtes einfahren in einen besetzten Streckenabschnitt (Binolen - Neuenrade bzw. Binolen - Menden) verhindert werden. Die Aussschreibung für diese Technik läuft.

Menden - Hemer abgetrennt

Seit dem 08. September 2011 ist die Strecke Menden - Hemer vom DB-Netz abgehängt. Hinter der Brücke über die B 515 wurden die Gleise aufgetrennt und zum Aufstellen eines Prellbocks begradigt. Zudem wurden noch weitere rd. 10 m Gleis ausgebaut und somit eine Gleislücke geschaffen. 

Nach dem Ausbau des Einfahrvorsignals und dem Einfahrsignal wurde am Ende des DB-Abschnitts ein Prellbock aufgestellt. 

Zur Erläuterung: Die Maßnahme ist als Bestandteil des Kaufvertrages zwischen DB und Stadt Hemer zu sehen. Die Gleise wurde in Höhe der Eigentumsgrenze aufgetrennt - wohl um genau diese Grenzziehung zu manifestieren.
Die Stadt Hemer musste - um ein Straßenbauprojekt im Bereich des nun ehem. Bf. Hemer realisieren können - gleich die ganze Strecke kaufen, wobei man die Grenze im Bereich der erst 26 Jahre alten Eisenbahnbrücke im Bereich der B 515 gezogen hat. Die Brücke gehört nach wie vor zur DB und soll (so hört man) irgendwann woanders zum Wiedereinbau kommen. Das erklärt auch, warum man das Streckengleis nach Hemer nicht schon nach 100 m hinter dem Bf. Menden abbaut.

Der ganze Aufwand erscheint natürlich in einem fraglichen Licht. Die Strecke wurde jetzt doch in den Nahverkehrsplan aufgenommmen und soll hinsichtlich einer Reaktivierungsmöglichkeit nochmals untersucht werden. Wie die Beteiligten vor Ort die Chancen einschätzen, kann man an der nun vollzogenden Maßnahme erkennen - wobei: Diese Lücke ließe sich auch wieder schließen...

Fotografen, die den Rückbau bildlich festhalten wollten wurden von den Bauarbeiten rüde angegangen. Dennoch gelangen interessante Aufnahmen. Siehe hier und hier.

Neue Brücke eingeschwenkt

Im Rahmen des Baus einer Umgehungsstraße wurde bei Garbeck (etwa in der Nähe des früheren Anschluss' Müller) eine neue Eisenbahnbrücke gebaut und in die Trasse der Hönnetalbahn eingeschoben. Die Arbeiten konnten pünktlich vor Ende der u.a. dafür vorgesehenen Streckensperrung abgeschlossen werden. Auch in Neuenrade wurde eine neue Eisenbahnbrücke (als Ersatz für eine alte) eingebaut. Die Streckensperrung wurde desweiteren zur Sanierung zweier Bahnüberführungen bei Balve und zur Neuverputzung der Bahnsteigkante des Bf. Balve genutzt.

 

Streckensperrung läuft bis Ende August

Noch bis zum 31.08. bleibt die Hönnetalbahn zwischen Binolen und Neuenrade gesperrt. Die Durchführung der Sperrung ist nicht unbedingt nachvollziehbar. Theoretisch wäre durch die Beschränkung des Betriebs auf den Abschnitt bis Binolen ein Fahrzeug einzusparen. Stattdessen werden nach wie vor 3 Fahrzeuge im Standardumlauf eingesetzt, im wegen der Ferien nicht vorhandenen Schülerverkehr sogar Doppeleinheiten einschl. zusätzlicher Besetzung. Auch die Busse im Schienenersatzverkehr fahren in zwei Umläufen. Dieses wohl als Sicherheit für eventuelle Verspätungen. Nach Abschluss einiger ergänzender Arbeiten zwischen Binolen und Balve wäre so gesehen eine Fortführung der Züge bis Balve denkbar. 

Nach dem Absturz von Felsgestein am Uhufelsen am 18..08. wurde der Bereich auf der Straße gesperrt. Die Bahn kann momentan nur bedingt eine Alternative sein.

 

Baumaßnahme am Binoler Güterschuppen hat begonnen

Seit Anfang August laufen die Bauarbeiten zum Wiederaufbau des Güterschuppens am Bf. Binolen. Güter wird der Schuppen freilich nie sehen. Es soll vielmehr ein Mehrzweckraum entstehen.

Dampfpremiere in Menden: 03 1010 zog den Sonderzug nach Goslar!

Dampfpremiere in Menden! Die Schnellzugdampflok 03 1010 wurde am 16. Juli vor dem großen Dampfsonderzug von Menden nach Goslar eingesetzt. Der Leerzug war bereits am 15. Juli abends in Menden eingetroffen, die Lok anschließend zum Wassernehmen nach Fröndenberg gefahren. Am 16. Juli ging es gegen 6:15 Uhr ab Menden los, wobei die 03 Vorspann von der Hammer V 300 033 erhielt. Die Steigung zwischen Schwerte Ost und Abzw. Heide wäre für die Dampflok alleine zu riskant gewesen. Im weiteren Fahrtverlauf fuhr der Zug von Hamm bis Salzgitter-Ringelheim nur mit der 03, ab Salzgitter unterstützte die 41 096 als Nachschublok, z.T. auch als Vorspann. 

Die Reisenden hatten wieder ein tolles Fahrterlebnis und freuen sich - zusammen mit den Organisatoren von Westfalendampf - auf das nächste Jahr.

 

Menden - Hemer - Iserlohn im Nahverkehrsplan

Auf vielfachen politischen Druck wird die Strecke Menden - Hemer - Iserlohn doch noch in den Nahverkehrsplan der Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe aufgenommen. Sie soll als zu untersuchende Reaktivierungskandidatin aufgenommen werden, d.h. hier wird lediglich geprüft, ob eine Reaktivierung der Gesamtstrecke rentabel ist oder nicht. Eine konkrete Umsetzung in Form einer tatsächlichen Reaktivierung ist damit nicht verbunden.

 

Güterschuppen Binolen wird wieder aufgebaut!

Der Bahnhof Binolen bekommt seinen Güterschuppen zurück! Am 01.07.2011 wurde das Pflaster im Bereich des Standortes der alten Güterhalle bereits aufgehoben. Der neue Schuppen wird seinem Vorgänger allerdings nur bedingt ähneln. Das liegt schon in seinem Zweck begründet. Statt Güter zu beherbergen, wird sein Inneres zu einem Mehrzweckraum gestaltet. Daher wird er auch doppelt so groß wie das Anfang der 70-er Jahre abgerissene Original. Der künftige Bau wird in etwa den Güterschuppen des Bf. Neuenrade bzw. des ehem. Bf. Lendringsen entsprechen.

Genutzt werden soll das Bauwerk vor allem durch die Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V., die dann wieder ihre Feiern und Versammlungen (z.B. Jahreshauptversammlung oder Weihnachtsfeier) in den (fast) eigenen Räumen veranstalten können.

Maßgeblich treibende Kraft bei diesem Neubau ist ein Mitbesitzer des Bahnhofsgebäudes, der auch große eigene finanzielle Anstrengungen in das Projekt steckt. Vsl. im Oktober soll schon Richtfest sein. Eine Fertigstellung zum 100-jährigen Jubiläum der Hönnetalbahn am 01.04.2012 scheint nicht ausgeschlossen.

 

Neuenrade bekommt eine neue Bahnunterführung

(aus www.derwesten.de vom 16.06.2011): 

Eines der technisch anspruchsvollen Bauprojekte in der Hönnestadt wird derzeit mit dem Neubau der Bahnunterführung im Schöntaler Weg / Friedrichstal realisiert. Das Besondere an dem Projekt: Die neue Bahnunterführung wird auf der Wiese neben der bestehenden alten Bahnunterführung fertiggestellt, danach komplett in seinen künftigen Standort „eingeschoben“. Ein technisches Verfahren, dass sich beim Bau von Straßenbrücken bestens bewährt hat.

Das erklärte am Mittwochabend Lars Kretschmann von der Bauüberwachung der DB-Projektbau GmbH, der auf Einladung der Freien Wählergemeinschaft (FWG) nach Neuenrade gekommen war. Kretschmann fand aufmerksame Zuhörer, für viele Neuenrader ist die Baustelle derzeit zwar optisch sichtbar, aber hinter vielen Einzelheiten stehen Fragezeichen.

Im März wurde mit den vorbereitenden Arbeiten zum Bau der neuen Bahnunterführung begonnen, Auftraggeber ist der Märkische Kreis, auch für die Finanzierung zuständig. Die Stadt Neuenrade muss keinen Anteil zum Bauprojekt beisteuern. Das Eisenbahnbundesamt überwacht den sach- und fachgerechten Fortgang der Arbeiten.

Alte Unterführung wird abgerissen

Der Bau der neuen Bahnunterführung erfolge unter „rollendem Rad“, um den Schienenverkehr weiterlaufen zu lassen und mögliche Beeinflussungen auf den Fahrplan gering zu halten, so Lars Kretchmann. Neben dem Bahndamm mit aufliegenden Schienen entsteht derzeit die neue Bahnunterführung. Nach der Fertigstellung wird die alte Unterführung abgerissen, der vorhandene Schienenverlauf „aufgeschnitten“ und der Bahndamm geöffnet.

Danach wird die neue Bahnunterführung diagonal verschoben und eingesetzt, die entstandene Lücke ist wieder geschlossen. Erst dann werden auf der neuen Bahnunterführung wieder die Schienen installiert. Was sich einfach anhört, wird mindestens vier Wochen Zeit in Anspruch nehmen. Unter Verwendung von Hydraulikstempeln wird die neue Bahnunterführung im Zeitlupentempo und Zentimeter für Zentimeter an ihren endgültigen Standort geschoben und technisch perfekt „eingepasst“, ein Generator liefert die erforderliche Power für den Antrieb.

Von Ende Juli bis Ende August 2011 wird das Einfügen der neuen Bahnunterführung in dieser anspruchsvollen Bauphase dauern. Während dieser Zeit wird kein Zug fahren. Als Ersatz stehen Busse zur Verfügung, die bis Binolen fahren, da zur gleichen Zeit ein ähnliches Bauprojekt auf der gleichen Strecke in Balve-Garbeck realisiert wird.

Brücke alleine schon 800 000 Euro

Ursprünglich waren für den reinen Brückenbau im Kreis-Haushalt 1,4 Mio Euro veranschlagt.

Durch die Lösung mit dem Bau auf der Wiese neben der alten Brück und dem „einschieben“ reduzieren sich diese Kosten jetzt auf rund 800 000 Euro.

Das sind nicht alle Kosten, die gesamte Infrastruktur rund um den Brückenbau wird auch noch bearbeitet, teilweise andere Straßenführung - noch einmal rund 800 000 €.

Ab dem 1. September - das ist das Ziel - sollen die Züge der Deutschen Bahn wieder fahrplanmäßig rollen. Nach Angaben der Bauüberwachung ist der Bau der neuen Unterführung im Zeitplan.

Geh- und Radweg
ist mit eingeplant

Die neue Bahnunterführung wird eine Höhe von 4,90 Meter und eine Breite von 13,26 Meter haben, eingeschränkter Begegnungsverkehr wird dann der Vergangenheit angehören. Ein Geh- und Radweg ist eingeplant. Der Verlauf der Straße wird etwas tiefer sein, ein möglicher „Trog“ (wie in Werdohl) wird ausgeschlossen. Vom Schöntaler Weg aus mündet der neue Straßenverlauf weiträumiger als bisher in die Balver Straße.

Die erhält zudem eine Abbiegespur in Richtung Freibad / Winterlit. Mit der Fertigstellung der neuen Bahnunterführung im Schöntal soll auch die Garbecker Straße in Küntrop vom Schwerlastverkehr entlastet werden.

 

Vorerst kein Abbau Menden - Hemer

Solange der Nahverkehrsplan nicht verabschiedet ist, wird der Rückbau der Strecke Menden - Hemer nicht voran getrieben. In ihren Stellungnahmen zum aktuellen Nahverkehrsplan des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe haben sich die beteiligten Städte Menden und Hemer, aber auch Vereine wie die EF Hönnetal e.V. für die Aufnahme der Strecke in den Plan ausgesprochen. 

Gleichzeitig wurde aber im Rahmen des geplanten Baus eines Radweges auf der Trasse der Abbau der Gleise verhandelt. Die Mendener Grünen haben deshalb das zuständige Verkehrsministerium in Düsseldorf darauf hingewiesen, dass der Bau eines Radwegs und die dafür laufenden Arbeiten des Landesbetrieb Straßenbau im Widerspruch zu den aktuell noch einmal ausdrücklich bestätigten Forderungen der anliegenden Städte und des Kreises nach einer Reaktivierung der Bahnstrecke stehen.

 Nach einer Prüfung der Sachlage hat das Ministerium nun reagiert und das laufende Verfahren zum Abriss der Schiene gestoppt. In einer Mitteilung an die Mendener Grünen schreibt das Verkehrsministerium:

„Der Landesbetrieb Straßenbau wurde angewiesen, die Grundstücksverhandlungen mit der Stadt Hemer so lange auszusetzen, bis der Nahverkehrsplan des NWL beschlossen ist. Auch die Bezirksregierung in Arnsberg wurde gebeten, im Freistellungsverfahren für diese Bahntrasse erst zu entscheiden, wenn der vorgenannte Nahverkehrsplan von den Gremien beschlossen wurde.“ (z.T. Verwendung einer Pressemitteilung des Vereins Oesetalbahn)

ZRL distanziert sich von Menden - Hemer

Eigentlich keine Neuigkeit ist die vom Geschäftsführer des ZRL und Sprecher des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe geäußerte Ankündigung, dass die Strecke Menden - Iserlohn und auch das Reststück Menden - Hemer endgültig gestorben sei und nicht im zukünftigen Nahverkehrsplan enthalten sein würde. Damit wiederholt und unterstreicht er eine Haltung, die schon so alt ist wie der ZRL selbst. Begründet wird die Ankündigung mit den widersprüchlichen Haltungen der anliegenden Städte zu dem Thema und der Zuwegung zum ehem. Landesgartenschaugelände (jetzt Sauerlandpark). 

Entgegen dieser Ankündigung haben die Städte Menden und Hemer in ihren Stellungnahmen sehr wohl eindeutig verlangt zumindest zu untersuchen, ob eine  Verbindung Hemer - Dortmund sinnvoll zu betreiben sei. Auch die Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. regen eine Untersuchung dieser Frage in ihrer Stellungnahme an.

Letztlich entscheidet die Verbandsversammlung im Juli 2011, wobei hier nur theoretisch eine Abweichung von der Haltung der Geschäftsführung zu erwarten ist.

 

Der 628 zurück im Hönnetal

Seit dem 09. Mai sind die VT 628 zurück im Hönnetal - nur bis vsl. November, wenn die regulären VT 648 aus der Hauptuntersuchung zurück sind, aber immerhin. Hier einige Impressionen aus den ersten Einsatzwochen.

Bei Binolen  Doppelgarnitur in Garbeck - mit reichlich Schülern!
Bei Garbeck in der ländlichen Idylle des oberen Hönnetals - wäre da nicht das große Gewerbegebiet, das hier aber nicht zu sehen ist. Einfahrt in Binolen am 28.05.2011

628 kehrt zurück ins Hönnetal!

Vom 09. Mai bis vsl. zum Fahrplanwechsel im Dezember wird die Baureihe 628 ins Hönnetal zurückkehren. Von 1994 bis 1999 waren die Fahrzeuge bereits hier unterwegs, bis sie von den Baureihen 640 und (später) 648 abgelöst wurden. Damals lösten sie die lokbespannten Wendezüge ab und stellten einen erhebliche Komfortsteigerung dar. Da die 640-er und 648-er ihre ersten Hauptuntersuchungen durchlaufen müssen, werden deren Leistungen nun an die 628-er zurück gegeben.

Im Schülerverkehr wird eine Doppeleinheit eingesetzt, die aber auf Grund der durch die DB Station&Service AG verkürzten Bahnsteige mit Personal besetzt sein muss, das gegebenenfalls die äußeren Türen absperrt.

Für den Fahrgast stellt die Umstellung in Sachen Komfort eher einen Fortschritt als einen Rückschritt dar - auch wenn die Fahrzeuge natürlich mittlerweile auch schon über 16 Jahre alt sind. Lediglich mobilitätsbehinderte Fahrgäste dürften mit dem Ein- und Ausstieg Schwierigkeiten haben. 

Die Aufnahme entstand im Frühjahr 1997 bei Volkringhausen.

 

Hoffnung auf neuen Bahnhof in Menden

Es gibt wieder einen neuen Investor für den Mendener Bahnhof und dieses scheinen die Chancen für eine Realisierung nicht schlecht zu stehen – zumindest gibt es in Menden kaum erkennbaren Widerstand.

Der neue Investor plant, das alte Bahnhofsgebäude entweder weitgehend zu erhalten oder nach den Originalplänen wieder neu zu bauen, jedoch nur den Teil aus dem Jahre 1872 – nicht den späteren Anbau. Zum Gleis hin entstünde somit ein lichter, großzügiger Durchgang. Die übrigen Flächen des Bahnhofsgeländes sollen mit Geschäften bzw. Gewerbebetrieben besiedelt werden. Politisch scheinen die Signale auf grün zu stehen – warten wir ab, was daraus wird.

 

Abbau kommt - aber Forderung nach Aufnahme in den NVP

Die Strecke Menden - Hemer wird nach dem Willen der Hemeraner Stadtverwaltung noch in diesem Jahr abgebaut. Ein entsprechender Antrag wird noch in diesem Jahr gestellt. Ein Bürgerantrag, der den Rückbau verhindern sollte, wurde vom zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr mit den Stimmen aller Fraktionen mehrheitlich abgelehnt.

Unabhängig davon hat die Stadt Hemer in ihrer Stellungnahme zum Entwurf für den nächsten Nahverkehrsplan der Nahverkehragentur Ruhr-Lippe (NWL) die Aufnahme der Strecke Menden - Hemer als zu reaktivierende Strecke gefordert. Diese Forderung haben auch die Stadt Menden und die Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. in ihren Stellungnahmen gestellt. Ebenso wurde die Stadtverwaltungen Menden durch deren Ausschüsse für Stadtentwicklung beauftragt, die Rentabilität der Strecken Iserlohn-Hemer-Menden bzw. (was darin steckt) Hemer-Menden-Dortmund und Iserlohn-Hemer-Menden-Hagen überprüfend in Auftrag zu geben.

 

Reaktivierung Anschluss Wocklum?

Der Betreiber des Steinbruchs bei Balve-Wocklum plant die Erweiterung seiner Anlage und in diesem Zusammenhang die Reaktivierung der früheren Ladestelle Wocklum, die als Anschlussgleis vom ehem. Bf. Sanssouci abzweigte. Eine entsprechende Anfrage wurde gestellt. Allerdings besteht in Beckum Widerstand gegen die geplante Erweiterung des Steinbruchs – also abwarten. Die Trasse des alten Anschussgleises ist noch vorhanden aber völlig zugewachsen.

 

Rückbauten an der Oberen Ruhrtalbahn und in Altena

Im Raum Arnsberg hat die DB eine Anzahl von Weichen rückbauen lassen. Angefangen vom ehem. Anschluss Wildshausen bei Oeventrop (20./21.03), machte man in der Folgewoche bei nicht weniger als 8 Weichen in Arnsberg weiter, von denen allerdings einige schon nicht mehr in Gebrauch waren. Erhalten sind in Arnsberg nunmehr die beiden Hauptgleise, Gleis 3 sowie zwei Ladegleise für den Holzverkehr.

In Altena wurden Anfang März die stillgelegten Nebengleise weitgehend abgebaut. Hier sollen u.a. neue Park&Ride-Parkplätze und ein neuer Bahnsteigzugang entstehen.

 

Ruhrbrücke Wennemen abgerissen

Quasi als „Jubiläumsgeschenk“ ist der Abriss der Ruhrbrücke bei Wennemen zu sehen – 100 Jahre nach deren Eröffnung.

Im Februar wurde das marode Bauwerk im Zuge des Radwegebaus abgetragen und soll durch eine einfache Brückenkonstruktion für Radfahrer und Fußgänger ersetzt werden. Im Januar wäre die Strecke Finnentrop – Wenneman 100 Jahre alt geworden. Heute sind weite der Teile der Trasse ein Radweg. Der letzte Zug rollte am 20.02.1998 über die Brücke – der Schienenbus des Förderverein Schienenbus e.V. Menden.

 

Bauarbeiten im Sauerland

Sowohl die Obere Ruhrtalbahn als auch die Hönnetalbahn werden in den nächsten Monaten im Zuge von Bauarbeiten zeitweise gesperrt werden. Die Beförderungen übernehmen dann Busse im Schienenersatzverkehr. Für die Hönnetalbahn ist folgendes geplant:

11. bis 14.03.2011 - Sperrung Unna - Fröndenberg (Gleisbauarbeiten)
29.07. bis 04.08.2011 - Sperrung Binolen - Neuenrade, da bei Garbeck im Zuge des Baus der Ortsumgehung eine Brücke eingesetzt wird.

Weitere Informationen: hier

 

Sanierung Hp Bösperde beginnt im März

Am 01. März 2011 beginnt die Sanierung des Haltepunktes Bösperde. Im Vordergrund steht die Renovierung der maroden Fußgängerunterführung, die heller, sauberer und vor allem trockener werden soll. Auch die Bahnsteiganlagen sollen modernisiert werden. Das Online-Magazin "Zughalt" schreibt zu den geplanten Arbeiten:

"Die Arbeiten am Bahnhof Bösperde in Menden (Märkischer Kreis) werden am 1. März beginnen. Aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung wird die Sanierung der Personenunterführung finanziert, der teilweise Austausch der Bahnsteigkanten, Austausch bzw. Erneuerung des Wegeleitsystems sowie die Erneuerung von zwei Informationsvitrinen für die Fahrgäste.

An Bahnsteig 1 werden auf einer Länge von 38 Metern alte Fundamente beibehalten. An den Bahnsteigenden im Bereich der Treppenabgänge wird jeweils ein 3,50 Meter langes Holmgeländer in Köcherfundamenten errichtet. Der bereits gepflasterte Bereich des Bahnsteiges 1 wird um rund sieben Meter verlängert.

Der Bahnsteig 2 wird im Bereich der neuen Bahnsteigkante auf einer Länge von 37 Metern gepflastert Der neu gepflasterte Bereich erhält eine Sicherheitsmarkierung. Die beiden vorhandenen Treppeneinhausungen werden zurückgebaut und durch eine neue Stahl-Konstruktionen mit Trapezblechabdeckung ersetzt.

In der Personenunterführung werden die alten Trittstufen gegen neue ausgetauscht. Des Weiteren werden die Fliesen entfernt und der Bereich neu verputzt. Die gesamten Wände und die Decke der Personenunterführung werden neu gestrichen. Für die Wände ist ein Dispersionsfarbanstrich mit Anti-Grafitti-Schutz vorgesehen."

Abbau kommt - aber Forderung nach Aufnahme in den NVP

(22.01.2011) Die Strecke Menden - Hemer wird nach dem Willen der Hemeraner Stadtverwaltung noch in diesem Jahr abgebaut. Ein entsprechender Antrag wird noch in diesem Jahr gestellt. Die DB wird in Menden vsl. kommende Woche einen Prellbock aufstellen. Ein Bürgerantrag, der den Rückbau verhindern sollte, wurde vom zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr mit den Stimmen aller Fraktionen mehrheitlich abgelehnt.

Unabhängig davon hat die Stadt Hemer in ihrer Stellungnahme zum Entwurf für den nächsten Nahverkehrsplan der Nahverkehragentur Ruhr-Lippe (NWL) die Aufnahme der Strecke Menden - Hemer als zu reaktivierende Strecke gefordert. Diese Forderung haben auch die Stadt Menden und die Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. in ihren Stellungnahmen gestellt. Ebenso wurde die Stadtverwaltungen Menden durch deren Ausschüsse für Stadtentwicklung beauftragt, die Rentabilität der Strecken Iserlohn-Hemer-Menden bzw. (was darin steckt) Hemer-Menden-Dortmund und Iserlohn-Hemer-Menden-Hagen überprüfend in Auftrag zu geben.

Das wird es wohl nicht mehr geben - Schienenbusfahrten zwischen Menden und Hemer wie hier am letzten Betriebstag 31.10.2010

Weitere Details dazu aus "derwesten.de".