Betrieb der Hönnetalbahn
Fahrzeuge der Hönnetalbahn
1. Dampflokomotiven
Zur Eröffnung der Strecke war die Baureihe T 3 sowie die T 7 (spätere
Baureihe 92) im Einsatz. Diese genügten den Anforderungen bald nicht mehr, so
dass die stärkere 74 (T 12) und vor allem die 93.5 (T14) zum Einsatz. Gerade
die Baureihe 93.5 sollte die klassische Lok des Hönnetals werden. Die
zuständigen Bahnbetriebswerke waren Fröndenberg und Letmathe.
In der Endphase des Dampfbetriebs kamen noch Lokomotiven der Baureihe 86 ins
Hönnetal. Im Güterverkehr war auch die Baureihe 50 zu sehen und bis zum Bf.
Horlecke die Baureihe 44. Herausragend war in der Nachkriegszeit der Einsatz der
Neubaudampfloks der Baureihe 65, die zwischen 1951 und 1954 beim Bw Fröndenberg
stationiert waren.
2. Diesellokomotiven
Die ersten Dieselfahrzeuge im Hönnetal waren die so genannten
Kleinlokomotiven, der Baureihen Köf II und III ab den 50-Jahren. Erste
größere Diesellok war die V 60, die bis in die frühen 90-er Jahre (mit
Unterbrechungen) den Güterverkehr im Hönnetal versah. 
Ab den frühen 60-er Jahren kam die Baureihe V 100 mit ihren
Bauformen V100.1 (211) und V100.2 (212) im Hönnetal zum Einsatz und löste
zusammen mit den Schienenbussen die Dampflokomotiven ab. Von Juni 1984 bis
August 1994 übernahmen die 212 den gesamten Personenverkehr im Hönnetal, wobei
ab 1984 vor allem Wendezüge zum Einsatz gelangten.
Auch die Baureihe 216 kam im Personenverkehr zum Einsatz.
Letztmalig bis zum Sommerfahrplan 1982.
Im Güterverkehr kam ab den 50er Jahren die
Baureihen V 60 und später die V 90 im
Rangierbetrieb zum Einsatz. Die V 60 kamen sehr unterschiedlich zum
Einsatz. Anfangs waren sie als Doppel in Menden im Rangierdienst
tätig, wurden dann zur Außenlok von Menden zur Bedienung der
Bf. Lendringsen und Hemer / Sundwig, bis sie schließlich Anfang
der 90-er Jahre allein im Güterverkehr selbst schwere
Kalkzüge ziehen mussten.
260
587 hat im Juli 1983 gerade den Anschluss Bettermann Nord bedient und
wartet auf die Rückfahrt nach Menden.
Die V 90 (später 290, heute als 294
geführt) trägt heute die Hauptlast im Güterverkehr
Horlecke - Schwerte. Lange war sie im Wesentlichen im Mendener
Güterbahnhof und im Pendel zum Bf. Horlecke eingesetzt und war ab
1983 auch im Hönnetal zur Bedienung des Anschluss Hertin und
später auch des Bf. Lendringsen im Einsatz.
290 076 durcheilt im September 1990 den Hp. Klusenstein
Eine
Besonderheit stellt der Kalkverkehr dar, der in der Regel ab dem
Übergabebahnhof Horlecke erfolgt. Bis Anfang 2004 wurden an
Sonntagen auch im ehem. Bf. Lendringsen Kalkzüge übergeben,
da der Bf. Horlecke dann nicht besetzt werden musste. Hierbei kamen
u.a. Lokomotiven der Baureihen 212, 216, 218 und 221 zum Einsatz, die
sonst nur bis maximal Horlecke gelangten oder im Touristikverkehr
(Sonderzüge ab Neuenrade) eingesetzt wurden. In den 90-ern kamen im
Kalkverkehr die ehemaligen Reichsbahnloks der Baureihe 232 auf, die hier
quasi die Aufgaben der Baureihen 215, 216, 218 und 221 übernommen
haben.
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218 146 und 131 haben im Oktober 1990 in Lendringsen in das Gleis der Kalkwerke
umgesetzt und holen nun einen Ganzzug nach Bremen ab. |
232 578 war eine der
Lokomotiven der DB, die noch die Kalkzüge direkt im Werk abholten. |
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3. Dieseltriebwagen
Ab 1954 kamen im Raum Menden Schienenomnibusse
zum Einsatz.
Zunächst nur zwischen Unna und Letmathe fuhren die VT 95 des Bw
Letmathe, ab
1955 dann auch zwischen Menden und Neuenrade. Die Leistung und die
Kapazität
der einmotorigen Fahrzeuge reichte bald nicht mehr aus. Der VT 95 fuhr
noch bis
1960 (einzelne Kurse können auch danach noch stattgefunden haben)
und wurde
dann komplett durch die zweimotorige Variante VT 98 abgelöst, die
noch bis zum
2. Juni 1984 hier verkehrten. Schienenbusnostalgie gibt es dank den
Fahrten des Förderverein Schienenbus e.V. Menden jedoch
gelegentlich noch heute.
Schienenbus VT 798

Ab 1994 kamen die VT 628.4 ins Hönnetal und
sorgten für eine
radikale Modernisierung des Reisens mit der Hönnetalbahn. Die
komfortablen
Fahrzeuge wurden aus Kapazitätsgründen schnell durch die
Baureihe VT 624
abgelöst, die aus den frühen 60-ern stammte, jedoch Anfang
der 90-er Jahre modernisiert worden war.
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628 unter der Burg Klusenstein, Sept. 1995 |
624 504 beim Hp. Klusenstein. Dieses war ein
Vorserienfahrzeug |
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Ab 1999 kamen Triebwagen der
"LINT-Familie" ins Hönnetal, zunächst die Baureihe VT 640,
die
mittlerweile gemeinsam mit den größeren 648 im Einsatz
stehen.
| Moderne
Zeiten: VT 640 und VT 648, die heutigen Fahrzeuge treffen sich am
06.01.09 in Binolen. |
Frühlingsstimmung am 5. Mai 2006 in Binolen |
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