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Die Haltepunkte der Hönnetalbahn
Die Hönnetalbahn verfügt(e) über die Haltepunkte Menden
Süd, Oberrödinghausen, Klusenstein, Volkringhausen und Küntrop.
Menden
Süd
Menden
Süd wurde erst 1959 für die Werktätigen in den benachbarten Fabriken
eingerichtet. Er ist heute noch als Bedarfshalt in Betrieb und wird z.T. von der
Stadt Menden unterhalten.
Oberrödinghausen
Der
Haltepunkt Oberrödinghausen verdankt seine Entstehung dem zweifelhaften
„Unternehmen Todt“, das hier ab 1943 im benachbarten Steinbruch „Emil“
ein unterirdisches Hydrierwerk errichten wollte. Im Oktober 1944 wurde
Haltepunkt – auch für die Öffentlichkeit – eröffnet. Zunächst dürften
hier eher die Zwangsarbeiter aus den benachbarten KZ-Außenlagern ausgestiegen
sein. Nach
erheblichem Reisendenrückgang wurde der abseits gelegene Haltepunkt im Mai 1987
geschlossen. Seine Anlagen existieren aber heute noch vollständig.
Klusenstein
Der bekannteste und schönste
Haltepunkt der Hönnetalbahn wurde - wie Küntrop - bereits 1912 mit der
Eröffnung eingerichtet. Seine Funktion lag von Anfang an im touristischen
Bereich, lag doch ganz in der Nähe das Ausflugslokal "Platthaus" (um
1960 abgerissen). Da das Hönnetal bis in die 50er Jahre hinein an Sonntagen
gesperrt war, war der Haltepunkt in dieser Zeit so gefragt, dass dann sogar eine
Fahrkartenausgabe im hölzernen Wartehaus geöffnet war.
Betrieblich war wegen der
Sprengungen im nahen Kalkwerk in der Frühzeit der Strecke ein Wärter
stationiert.
Klusenstein in den 30er Jahren.
Mit der Einstellung des Sonntagsverkehrs 1975
verlor der Haltepunkt an Bedeutung. Zwischenzeitlich war das alte Aborthaus zur
Wartehalle umgebaut worden. 1987 wurde der Haltepunkt von der DB aufgegeben,
1988 aber auf Betreiben der Eisenbahnfreunde Hönnetal als Bedarfshaltepunkt
(zunächst für Gruppen) wiedereröffnet. Im Januar 2002 wurde der Haltepunkt
wegen (angeblicher) Sicherheitsmängel wieder geschlossen. Seitdem versuchen
Eisenbahnfreunde und Politik die DB zur Wiedereröffnung zu bewegen. Das
scheitert aber an rechtlichen Hürden. Wenigstens bei Großveranstaltungen
scheinen hier Halte weiter möglich zu sein.
Klusenstein
(2. Juni 2002 mit Schienenbus
796 690, 996 309, 796 802)
Einfahrt in Klusenstein am 06.01.2009

Volkringhausen
Volkringhausen
wurde 1956 in Eigenarbeit von den Volkringhauser Bewohnern angelegt. Der Einsatz
von Schienenbussen machte den Halt hier möglich. Auch heute noch steht er als
Bedarfshalt zur Verfügung und wird von der Stadt Balve unterhalten.

Volkringhausen
mit 212 272 am 15. Januar 1991
Küntrop
Die
Bewohner von Küntrop wollten ursprünglich keine Eisenbahn, was die
externe Lage des schon mit Inbetriebnahme der Strecke eröffneten Haltepunktes
erklärt. Im anliegenden Wohnhaus, befand sich früher ein Gasthaus, in dem auch
Fahrkarten verkauft wurden. Im Jahr 2004 wurde der unfallträchtige
Bahnübergang am Haltepunkt mit Lichtzeichen und Halbschranken gesichert.
Küntrop (Schienenbussonderfahrt am 18. Oktober 2003)

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