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Bahnhof Neuenrade

Gleisplan 1980

Der Bf. Neuenrade wurde als Endpunkt der Hönnetalbahn großzügig ausgestattet. Neben zahlreichen Nebengleisen wurde hier auch eine Lokstation mit zweiständigem Lokschuppen, Wasserturm, Bekohlungsanlage sowie Aufenthalts- und Übernachtungsgebäude errichtet. Diese Anlagen wurden bis Anfang der 70er Jahre abgerissen.

Es gab Planungen, die Strecke von hier Richtung Ruhr-Sieg-Strecke zu verlängern. Der 1. Weltkrieg verhinderte jedoch die Realisierung z.B. Richtung Plettenberg.

Von Anfang an bestand in Neuenrade reger Express- und Stückgutverkehr. Besonders der Fahrradhersteller „Vaterland“ zählte über Jahrzehnte zum treuen Kundenstamm.

Touristisch war und ist der Bahnhof Ausgangspunkt für Wanderungen zum Kohlberg und Richtung Altena.

Die betriebliche Besetzung endete mit der Einführung des Zugleitbetriebes im Jahr 1967. Der Bahnhof blieb jedoch noch mit seiner Fahrkartenausgabe bis 1975 besetzt.

Am 2. Dezember 1976 wurde das mechanische Stellwerk außer Betrieb genommen.

Der Güterverkehr nach Neuenrade endete im Jahre 1987. Im Juli 1989 wurden die Weichen zum Ladegleis und zum Gleis 4 ausgebaut.

Sonderfahrt mit VT 95 122 am 13. Mai 1989

Im Mai 1993 brannte das architektonisch hübsche Neuenrader Bahnhofsgebäude aus und blieb seitdem als Ruine stehen bis es 2003 nach zähen Verhandlungen von der Stadt Neuenrade übernommen werden konnte.

1998 wurde ein DB-Pluspunkt für die Reisenden gebaut. Er wurde im Rahmen der Baumaßnahmen um den Bahnhof im Jahre 2005 nach Schwerte-Ergste versetzt.

Am 15. Juni 2003 befuhr mit 78 468 letztmals eine Lokomotive das Umfahrungsgleis. Kurz darauf wurden Umfahrungsgleis und Weichen ausgebaut. Das verbliebene Streckengleis selbst wurde um rund 150 m verkürzt und endet in etwa vor dem Eingang in die alte Wartehalle.

Im Jahr 2004 wurde das Empfangsgebäude grundlegend saniert und renoviert. Seit 2005 nutzen es u.a. die Neuenrader Stadtwerke. Das übrige Bahngelände soll als Gewerbefläche genutzt werden. Der Reisende wird von der Umgestaltung des Bahnhofsumfeld nicht nur durch das vorbildlich restaurierte und nutzbare Gebäude profitieren, auch der Umstieg auf den Bus soll leichter möglich sein. Als erster Bahnsteig der Hönnetalbahn wurde der von Neuenrade durchgehend befestigt!

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